
Du willst im November endlich deinen ersten oder nächsten Roman schreiben?
Der Novel November ist die perfekte Gelegenheit, dein Schreibprojekt wirklich anzugehen – mit klarer Struktur, motivierender Gemeinschaft und einem festen Ziel: 50.000 Wörter in 30 Tagen.
In diesem Beitrag erfährst du, wie du dich optimal vorbereitest, welche Tools und Strategien dir helfen, dranzubleiben, und warum die richtige Einstellung entscheidend ist, um am Ende des Monats eine komplette Rohfassung deines Romans in der Hand zu halten

Hej, hier schreibt Kiki
Autorin der Triathlon-Trilogie, Schreibpädagogin für Kreatives und Autobiografisches Schreiben, vor einigen Jahren nach Südschweden ausgewandert und gerne in Bewegung! Ich lebe mit meiner Familie in einem typischen roten Schwedenhaus mitten im Wald und habe den Kopf voller Geschichten. Lebensmotto: Man muss die Feste feiern, wie sie kommen 💙
Was ist der Novel November – und warum lohnt es sich, mitzumachen?
Bevor du dich in die Vorbereitung stürzt, lohnt sich ein Blick zurück: Woher kommt der Novel November eigentlich – und warum begeistert er jedes Jahr so viele Schreibende weltweit?
Ursprung und Idee hinter dem Schreibmonat
Der Novel November ist die Weiterführung einer legendären Schreibtradition: Ursprünglich entstand sie 1999 mit dem National Novel Writing Month (NaNoWriMo) – einer weltweiten Bewegung, bei der sich Hunderttausende Schreibende jedes Jahr im November das gleiche Ziel setzten: 50.000 Wörter in 30 Tagen (Wikipedia).
Nach der Auflösung der NaNoWriMo-Organisation im Jahr 2025 wäre diese Tradition fast zu Ende gegangen – doch die Idee war zu stark, um einfach zu verschwinden.
Sie lebt jetzt unter neuem Namen weiter: Novel November, organisiert und unterstützt von Plattformen wie ProWritingAid, Dabble, Campfire und weiteren internationalen Partnern.
Das erklärte Ziel:
„Write the first draft of your novel.“ (ProWritingAid Help Center)
Novel November ist also kein Wettbewerb, sondern eine 30-Tage-Challenge, in der du endlich die Rohfassung deines Romans schreibst – mit klarer Struktur, täglicher Motivation und einer großen Gemeinschaft im Rücken. Du setzt dich nicht einfach hin, um ein paar Szenen zu sammeln, sondern um am Ende des Monats ein vollständiges Manuskript zu haben – roh, ungeschliffen, aber real.
Warum 50.000 Wörter in 30 Tagen machbar sind
50.000 Wörter wirken auf den ersten Blick wie ein Mammutprojekt. Doch wenn man sie auf die 30 Tage des Novembers verteilt, ergeben sich 1.667 Wörter pro Tag – etwa drei bis vier Normseiten.
Das klingt überschaubar, bis der Alltag dazwischenfunkt. Deshalb ist Vorbereitung so entscheidend: Du brauchst keine perfekte Outline, aber wenigstens eine Richtung, Figuren, einen Anfang und ein Gefühl für das Ende.
Das Ziel von Novel November ist es nicht, 50.000 Wörter beliebiger Sätze zu produzieren, sondern die erste vollständige Fassung deiner Geschichte zu schreiben – etwas, mit dem du nach dem November weiterarbeiten kannst.
Oder, wie ProWritingAid es ausdrückt: „Progress, not polish.“
Wenn du jeden Tag schreibst, passiert etwas Magisches: Du hörst auf, jedes Wort zu hinterfragen. Dein innerer Kritiker tritt zurück, und stattdessen entsteht Bewegung im Text. Du denkst nicht mehr in Absätzen, sondern in Szenen – und ehe du dich versiehst, hast du ein Kapitel nach dem anderen gefüllt.
Das ist die wahre Kraft des Novel November: Nicht die Zahl, sondern der Prozess. Nicht das Ziel, sondern die Gewohnheit, Tag für Tag zu schreiben – bis aus deiner Idee ein echter Roman wird.

Swim Away. Sportroman [Sacrifice for the Dream x Found Identity] – Teil 1 der Triathlon-Trilogie von Autorin Kiki Sieg.
Eine fesselnde Young-Adult-Story über das Risiko, alles zu verlieren – und die Chance, sich selbst neu zu finden.
Aurelie ist talentiert, diszipliniert und voller Kampfgeist – gute Voraussetzungen, um erfolgreiche Triathletin zu werden. Doch schon im ersten Wettkampf der neuen Saison merkt sie, dass es nicht nur um Zeiten und Platzierungen geht – sondern darum, herauszufinden, was wirklich in ihr steckt.
Wie viel ist sie bereit zu opfern, um ihren Traum zu leben – und wer wird sie sein, wenn der Preis zu hoch ist?
Die richtige Vorbereitung für dein Romanprojekt
Wer den Novel November erfolgreich meistern will, braucht mehr als nur Enthusiasmus. 30 Tage klingen lang – aber ohne eine solide Grundlage kann sich dein Projekt schnell verlaufen. Vorbereitung heißt nicht, alles im Voraus zu planen, sondern die richtigen Startbedingungen zu schaffen, damit du im Schreibmonat frei schreiben kannst.

1. Finde dein Thema und deine Geschichte
Der wichtigste Schritt ist die Entscheidung: Worüber willst du wirklich schreiben? Manchmal hast du die Idee längst – sie spukt schon seit Jahren im Kopf herum. Manchmal brauchst du einen neuen Impuls: eine Figur, ein Schauplatz, eine Frage, die dich nicht loslässt.
Frage dich:
- Was fasziniert mich so sehr, dass ich 30 Tage darüber schreiben könnte?
- Welche Szene oder Figur taucht in meinem Kopf immer wieder auf?
- Welche Emotion will ich beim Schreiben erleben – Spannung, Sehnsucht, Freude, Wut?
Wenn du Inspiration brauchst, kann dir auch dieser Blogbeitrag weiterhelfen: Neue Ideen für Geschichten gesucht? 50+ kreative Themen & Tipps zum Schreiben (klick).
Wenn du beim Gedanken an deine Geschichte das Gefühl hast: Das will ich erzählen, dann hast du deine Idee gefunden – egal, ob sie schon perfekt ausgearbeitet ist oder nur ein Funke.
Tipp: Schreib deine Kernidee in einem Satz auf.
Wenn du sie klar formulieren kannst, hast du den Kern deiner Geschichte gefunden.
Beispiele für eine klar formulierte Kernidee
- Ein junger Mann läuft vor seiner Vergangenheit davon – und landet ausgerechnet dort, wo alles begann.
- Eine Ärztin entdeckt in der Abgeschiedenheit einer Insel, dass sie nicht nur andere, sondern auch sich selbst heilen muss.
- Drei Geschwister kehren nach dem Tod ihres Vaters ins Elternhaus zurück und müssen sich alten Lügen stellen.
- Eine Sportlerin verliert alles, was sie definiert hat – und findet in der Stille das, was wirklich zählt.
- Ein 16-jähriges Mädchen verliebt sich in den besten Freund ihres Bruders – mitten in einem Sommer, der alles verändert.
- Ein Wissenschaftler glaubt, den Beweis für ein Leben nach dem Tod gefunden zu haben – und verliert dabei fast sein eigenes.
- Ein einsamer Briefträger beginnt, die Post seiner Nachbarn zu lesen – und verändert ungewollt ihr aller Leben.
Tipp zur Anwendung: Wenn du deine Idee so formulierst, dass jemand anderes sie in einem Satz nacherzählen kann, ist sie klar genug für den Start.
2. Plane so viel, wie du brauchst – Plotter vs. Pantser
Vor jedem Schreibmonat taucht die Frage auf: Soll ich planen – oder einfach losschreiben? Die Schreibwelt teilt sich grob in zwei Lager:
- Plotter:innen entwerfen detaillierte Strukturen, Kapitelübersichten und Charakterbögen.
- Pantser:innen (vom englischen „seat of your pants“) schreiben spontan, ohne festen Plan.
Beides ist legitim – entscheidend ist, wie du am besten in den Flow kommst.
Wenn du planst, helfen Modelle wie:
- die Drei-Akt-Struktur (Einführung – Konflikt – Auflösung)
- die Heldenreise (z. B. erklärt bei StorytellingMasterClass)
- oder das Save the Cat Beat Sheet, das dir eine emotionale Dramaturgie vorgibt (SaveTheCat.com).
Wenn du lieber entdeckend schreibst, genügt vielleicht eine grobe Richtung: Wo beginnt die Geschichte? Was treibt die Hauptfigur an? Wohin könnte sie führen?Selbst spontane Schreibende profitieren von einer Mini-Skizze, damit sie sich im November nicht in Nebenhandlungen verlieren.
3. Lege dein Schreibziel fest
Das offizielle Ziel von Novel November sind 50.000 Wörter – der Umfang eines kurzen Romans oder eines vollständigen Rohentwurfs. Aber entscheidender ist, dass du ein Ziel wählst, das herausfordernd, aber erreichbar ist.
Vielleicht planst du:
- 40.000 Wörter, wenn du Familie oder Job koordinierst,
- oder 60.000, wenn du jeden Tag mehrere Stunden schreibst.
Schreibe dir dein Ziel sichtbar auf – als täglichen Reminder. Das hilft, Motivation aufzubauen – und den Roman nicht als vage Idee, sondern als konkretes Projekt zu begreifen.
Fazit dieses Abschnitts
Gute Vorbereitung ist kein Käfig, sondern ein Sprungbrett. Wenn du deine Idee kennst, deine Struktur grob skizziert und dein Ziel definiert hast, kannst du im November frei schreiben – ohne dich ständig (aber natürlich trotzdem noch oft genug) zu fragen, wohin du eigentlich willst.
Dann gilt: Nicht der Zufall führt dich durch die Geschichte, sondern dein roter Faden.
So organisierst du deinen Schreiballtag im November
Der November hat 30 Tage – und sie sind schneller vorbei, als man denkt. Zwischen Arbeit, Familie und grauen Nachmittagen kann dein Schreibziel leicht untergehen. Damit das nicht passiert, brauchst du nicht mehr Disziplin, sondern klare Strukturen, kleine Rituale und eine realistische Planung.
✅ Zeitmanagement – Wann schreibst du am besten?
Die wichtigste Entscheidung: Wann bekommst du deine 1.667 Wörter am besten unter? Manche schreiben frühmorgens, bevor der Tag beginnt. Andere spätabends, wenn die Welt still ist.
Wenn du deinen Energie- und Konzentrationsverlauf kennst, kannst du gezielt planen:
- Morgenmensch? Dann starte mit dem Schreiben, bevor du Mails checkst.
- Nachtaktive Seele? Dann reserviere dir abends deine Schreibstunde.
- Vielbeschäftigt? Dann nutze Micro-Sessions – drei Blöcke à 20 Minuten am Tag wirken Wunder.
Ein bewährtes Konzept ist die Pomodoro-Technik: 25 Minuten schreiben, 5 Minuten Pause. Vier Runden ergeben zwei produktive Stunden – perfekt für den Schreibfluss (Todoist erklärt das Prinzip hier).
Tipp: Plane Puffer ein. Wenn du mal keine Zeit hast, kannst du an einem anderen Tag doppelt so viel schreiben, ohne dich zu überfordern.
✅ Schreibrituale, Fokus und Motivation
Rituale sind kein Aberglaube – sie helfen deinem Gehirn, in den Schreibmodus zu wechseln. Ein bestimmtes Getränk, eine Playlist oder ein fester Ort signalisieren: Jetzt wird geschrieben.
Hier ein paar erprobte Routinen:
- Gleicher Startmoment: z. B. Kerze anzünden, Kopfhörer auf, Timer stellen.
- Schreibanker: Musik ohne Text, Regenklänge oder White Noise.
- Mini-Ziel setzen: „Ich schreibe eine Szene – keine 1.667 Wörter.“ (kleiner formuliert = machbarer).
Halte deine Fortschritte sichtbar fest. Das kann ein Wordcount-Tracker sein (ProWritingAid Tracker), ein Schreibkalender oder ein analoges Notizblatt, das du täglich abhaken darfst. Kleine sichtbare Erfolge motivieren stärker als das ferne Ziel am Monatsende.
✅Umgang mit Schreibblockaden und Tiefpunkten
Egal wie gut du vorbereitet bist – irgendwann kommt ein Tag, an dem gar nichts geht. Das ist normal. Wie du damit umgehst, entscheidet, ob du weiterschreibst.
Hier sind drei Strategien, die sich bewährt haben:
- Wechsle die Perspektive: Schreib eine andere Szene oder probweise aus der Sicht eines anderen Charakters.
- Schreib frei über dein Problem: „Warum hänge ich hier fest?“ Oft löst sich der Knoten beim Schreiben selbst.
- Akzeptiere unperfekte Tage: Auch 300 Wörter sind besser als null. Sie halten die Geschichte am Leben.
Auf der offiziellen Novel-November-Seite wird betont:
„Some days you’ll fly, other days you’ll crawl. Both count.“
(ProWritingAid: Novel November Motivation Guide)
Wenn du dranbleibst, wirst du merken: Ein schlechter Schreibtag ist oft nur die Vorstufe zu einem richtig guten.

Fazit dieses Abschnitts
Der November belohnt keine Perfektion, sondern Ausdauer. Wenn du jeden Tag ein kleines Stück weiterschreibst, summiert sich das – Wort für Wort, Szene für Szene, Kapitel für Kapitel.Dein Schreiballtag muss nicht streng sein, nur verbindlich. Denn das ist der eigentliche Unterschied zwischen einer Idee und einem Roman: Die Idee wartet. Der Roman entsteht – Seite für Seite.
Nützliche Tools und kreative Hilfen für den Novel November
Natürlich kannst du den Novel November mit Stift und Notizbuch bestreiten – aber gute Tools erleichtern dir das Dranbleiben, gerade wenn du täglich viele Wörter produzieren willst. Sie helfen dir, den Überblick zu behalten, deinen Fortschritt zu tracken und dich kreativ inspirieren zu lassen, wenn die Ideen mal stocken.
Schreibsoftware – dein digitales Zuhause für 50.000 Wörter
Dein Schreibprogramm ist im November dein zweites Zuhause. Ob du lieber minimalistisch oder strukturiert arbeitest – Hauptsache, du fühlst dich wohl damit.
Hier ein Überblick über beliebte Schreibtools, die sich für Romanprojekte bestens eignen:
- Papyrus Autor – die führende Schreibsoftware aus Deutschland. Ideal für Romanautor:innen, die Textverarbeitung, Plot-Planung und Stilprüfung in einem Programm suchen. Besonders praktisch: integrierter Duden-Korrektor, Figurendatenbank und Lesbarkeitsanalyse.
- Dabble – speziell für Romanautor:innen. Du kannst Plotpunkte, Kapitel und Notizen einfach verschieben und deinen Fortschritt automatisch tracken.
- Scrivener – der Klassiker für Vielschreiber:innen. Ideal, wenn du Szenen ordnen, Recherchen sammeln und mehrere Handlungsstränge koordinieren willst.
- ProWritingAid – Partner von Novel November. Bietet einen integrierten Wordcount-Tracker, Stil- und Grammatikprüfungen sowie Motivations-Challenges.
- Google Docs – einfach, kostenlos, überall verfügbar. Perfekt, wenn du unkompliziert von verschiedenen Geräten aus schreiben möchtest.
Tipp: Mach dich vor dem 1. November mit deinem Tool vertraut. Wenn du im Schreibfluss bist, willst du keine Zeit mit Formatierungen verschwenden.

Tracking-Tools – Fortschritt sichtbar machen
Was du messen kannst, kannst du steuern. Wenn du deinen täglichen Wordcount dokumentierst, bleibst du motiviert und siehst, wie dein Roman wächst.
- Novel November Word Tracker (ProWritingAid Dashboard) – offizielle Fortschrittsanzeige mit Badges und täglichen Schreibstatistiken.
- 4theWords – macht Schreiben zum Spiel: Du bekämpfst virtuelle Monster, indem du Wörter tippst.
- Pacemaker Planner – ein Planungs- und Tracking-Tool, mit dem du dein Schreibziel individuell anpassen kannst (z. B. freie Tage oder variable Wortmengen).
- Analoge Option: Ein Notizbuch oder Wandkalender, auf dem du täglich deine Wortzahl notierst.
Kreative Impulsgeber – wenn die Ideen mal stocken
Auch mit Planung kommen Momente, in denen du feststeckst. Dann helfen kreative Tools, den Funken neu zu entzünden:
- Reedsy Plot Generator – liefert dir zufällige Szenenideen, Konflikte oder Settings.
- StoryFlint Character Builder – ein visuelles Tool, um deine Figuren greifbarer zu machen.
- Tarot- oder Schreibkarten – analoge Inspiration: Zieh eine Karte und lass sie eine Szene oder Emotion anstoßen.
Wichtig: Diese Hilfen sollen nicht ersetzen, dass du schreibst. Sie dienen nur dazu, dich zurück in den Schreibmodus zu bringen, wenn dein Kopf sich zu sehr im Perfektionismus verliert.
Fazit dieses Abschnitts
Tools sind keine Garantie für Kreativität – aber sie machen den Weg dorthin leichter. Sie helfen dir, das Chaos zu ordnen, Fortschritt sichtbar zu machen und deinen Kopf frei zu halten für das Wesentliche: das Erzählen deiner Geschichte.Wähle bewusst – ein, zwei Programme genügen. Denn am Ende zählt nicht, womit du schreibst, sondern dass du schreibst.
Mentale Vorbereitung – Mit der richtigen Einstellung durch den Monat
Roman schreiben ist Kopfsache. Nicht, weil man dafür besonders „kreativ“ sein müsste, sondern weil du lernst, deinen inneren Kritiker im Zaum zu halten. Im Novel November wirst du Tage erleben, an denen du denkst, dein Text ist großartig – und andere, an denen du ihn am liebsten löschen würdest. Genau das gehört dazu. Die wichtigste Vorbereitung ist daher mental: eine Haltung, die Fortschritt über Perfektion stellt.
Schreib ohne Perfektionsdruck
Die größte Hürde für viele Schreibende ist nicht Zeitmangel, sondern der Anspruch, sofort gut zu schreiben. Doch im November gilt: Erst schreiben, dann denken.
Die offizielle Novel-November-Philosophie lautet:
„Progress, not polish.“
(ProWritingAid Motivation Guide)
Ein Roman entsteht in Schichten. Im November legst du die erste – roh, ungeschliffen, aber voller Energie. Die Überarbeitung kommt später. Wenn du versuchst, jeden Satz sofort zu perfektionieren, verlierst du Schwung und oft auch die Lust.
Tipp: Ersetze „Ich muss gut schreiben“ durch „Ich will heute meine Geschichte weiterschreiben“. Das klingt banal, verändert aber dein Denken: weg vom Urteil, hin zum Tun.
Wie du dranbleibst, wenn die Motivation nachlässt
Niemand bleibt 30 Tage lang konstant motiviert. Motivation ist kein Dauerzustand – sie entsteht, wenn du handelst.
Wenn du also mal keine Lust hast, setz dich trotzdem hin. Schreibe fünf Minuten. Meist kommt der Rest von selbst.
Drei bewährte Strategien aus der Schreibpraxis:
- Miniziele statt Riesenaufgaben: „Nur 300 Wörter“ ist machbar. Oft werden daraus 1 000.
- Accountability: Finde Schreibbuddys oder nimm an Online-Sprints teil – z. B. in der offiziellen Novel November Discord-Community.
Belohnungen: Kleine Meilensteine verdienen Anerkennung. 10 000 Wörter? Gönn dir was.
Scheitere produktiv – und schreib weiter
Es wird Tage geben, an denen du dein Wortziel verfehlst. Das ist kein Versagen, sondern Teil des Prozesses.
Viele Romane entstehen nicht trotz, sondern wegen dieser Tage: Weil du lernst, dran zu bleiben, auch wenn es schwerfällt. Weil du erkennst, dass Schreiben kein linearer Weg ist.
Oder wie Bestsellerautor Brandon Sanderson es ausdrückt:
„Bad writing is how you get to good writing.“ (Sanderson Lectures, BYU, 2022)
Jedes unperfekte Kapitel bringt dich näher zu deinem Buch. Und das ist die Haltung, mit der du durch den November kommst: Nicht fehlerfrei, sondern mutig.
Fazit dieses Abschnitts
Mentale Vorbereitung bedeutet, dir selbst zu vertrauen. Nicht darauf, dass du jeden Tag inspiriert bist – sondern darauf, dass du jeden Tag weitermachen kannst, selbst ohne Inspiration.
Novel November ist kein Test deiner Disziplin, sondern eine Übung in Selbstvertrauen. Und wenn du den Monat überstanden hast, hältst du nicht nur die Rohfassung deines Romans in den Händen, sondern auch den Beweis: Du kannst schreiben – auch, wenn’s schwierig wird.
Fazit: Dein November gehört dem Schreiben
Der Novel November ist mehr als nur eine Schreibchallenge. Er ist ein Experiment, ein Training, ein Versprechen an dich selbst: diesen Monat wirklich zu schreiben.
Wenn du dich gut vorbereitest, dein Schreibziel kennst, deine Routinen findest und mit der richtigen Haltung an den Start gehst, hast du alles, was du brauchst, um in 30 Tagen die Rohfassung deines Romans zu schreiben. Nicht perfekt, nicht fertig – aber echt. Etwas, das du danach überarbeiten, verfeinern und wachsen lassen kannst.
Denn genau darum geht es: nicht darum, den perfekten Text zu liefern, sondern endlich dein Buch zu beginnen.
Bleib neugierig, bleib mutig – und schreib. Dein Roman wartet schon auf dich.
Weiterlesen: In meinem nächsten Beitrag zeige ich dir, wie du nach dem Novel November mit deinem Rohentwurf weitermachst – von der ersten Durchsicht bis zur Überarbeitung.
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